Fasten-Wandern; was ist das eigentlich?

Eine häufig gestellte Frage zum Stichwort Fasten ist, „Hat man da nicht eine Menge Hunger?“ Nein, im Gegenteil, denn Fasten ist der freiwillige Verzicht auf Nahrung und hat mit Hungern nichts zu tun.

Gegenüber manch zweifelhaften Diäten ist das Fasten die ungefährlichste Methode überflüssige Pfunde loszuwerden.

Und so wollen die Meisten, die an einer Fasten-Wanderung teilnehmen auch abnehmen.

Jeder Zweite in einer Gruppe glaubt Gewichtsprobleme zu haben. Die Anderen wollen einfach entschlacken, entgiften  oder einmal ausbrechen aus dem ( Ess-) Alltag.

Denn während einer Fasten-Woche hat der Verdauungstrakt Urlaub. Die Energie die dabei frei wird, nutzt der Körper für einen gründlichen „Hausputz“. Und wenn nach der richtigen Methode gefastet wird, gibt es auch keinen Hunger. Der Organismus schaltet um auf innere Ernährung und lebt so aus sich selbst.

Die morgendliche Gymnastik bringt den Kreislauf in Schwung. Zum Frühstück gibt es nur Flüssiges und danach wird gewandert. Zwischen 12 und 16 km stehen auf dem Plan. Im Rucksack nur eine Thermoskanne Tee und Mineralwasser. Unterwegs gibt es frischgepressten Saft aus Obst und Gemüse und einen Löffel Honig, so wie es die Methode nach Dr. Buchinger verlangt.

Nach den Wanderungen wartet am Abend schon die duftende Gemüsebrühe.

Ach, übrigens, die Schlaftabletten können sie getrost zu Hause lassen. Die meisten der Fastenden schlafen so gut wie lange nicht mehr.

Ohne die übliche Verdauungsarbeit fühlt sich der Fastende leicht und unbeschwert und das Wandern wird von Tag zu Tag leichter.

Bewährt hat sich das Fasten übrigens nicht nur bei Übergewicht. Auch oftmals sinkt der erhöhte Blutdruck und so mancher ist seine Gelenkbeschwerden losgeworden. Längst wurde Fasten als eine einfache und wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeit von ernährungsbedingten Krank­heiten erkannt.

Und dem blauen Dunst Ade zu sagen, das fällt nach einer Fasten-Wander-Woche leichter.

Am letzten Tag wird mit einem Apfel abgefastet. Doch manch einer verzichtet und macht weiter. Auf der Waage erscheinen nach der Woche rund 4-5 Kilo weniger. Jetzt hängt es von dem einzelnen ab, wie viel er aus den abendlichen Ernährungsvorträgen mitnimmt und umsetzt, denn wie schon Bernhard Shaw sagte:

„Jeder Dumme kann Fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig abbrechen“.

Fast alle Teilnehmer berichten nach einer Woche das Gleiche: „Ich habe nie Hunger gehabt, mich unglaublich leistungsfähig gefühlt und eine tolle Erfahrung gemacht“. Und so kommen die Meisten auch immer wieder, zumindest einmal im Jahr. Sie schwören auf ihre Regenerations­woche, die nebenbei auch zu schöner Haut führt und das Bindegewebe strafft.